Leitfaden

KI-Tools in der Schule datenschutzkonform einsetzen

Der Schlüssel ist ein klarer Rahmen: pädagogischer Zweck, feste Tool-Liste, Rollen im Kollegium und ein sauberer Pilot statt unkoordiniertem Einzelstart.

1) Pädagogischen Zweck zuerst klären

  • Pro Fachbereich 2–3 konkrete Einsatzziele definieren (z. B. Aufgabenvariation, Feedbackentwürfe).
  • Nur Use Cases zulassen, die Lernzeit sparen oder Unterrichtsqualität sichtbar verbessern.
  • „Nice to have“-Einsatz ohne klaren Mehrwert zunächst ausklammern.

2) Datenschutz-Check pro Tool standardisieren

Für jedes Tool braucht es denselben Mindestcheck: Verarbeitungszweck, Datenarten, Speicherort, Auftragsverarbeitung und Löschmöglichkeiten. Ohne diesen Check kein produktiver Einsatz.

3) Ampelliste für das Kollegium einführen

  • Grün: freigegeben für den Unterricht unter definierten Regeln.
  • Gelb: nur für Vorbereitung ohne personenbezogene Daten.
  • Rot: im Schulkontext nicht zulässig.

4) 30-Tage-Pilot mit klaren Rollen

  1. Woche 1: Tool-Auswahl, Ampelliste, Kurzschulung für Pilotteam.
  2. Woche 2: Einsatz in 2–3 Klassen mit dokumentierten Anwendungsfällen.
  3. Woche 3: Datenschutz- und Praxisfeedback auswerten, Regeln nachschärfen.
  4. Woche 4: Entscheidungsvorlage für Schulleitung und Skalierungsplan.

5) Mindestregeln für Lehrkräfte und Schulleitung

  • Keine personenbezogenen Schülerdaten in nicht freigegebene Tools eingeben.
  • Prompts und Outputs stichprobenartig auf fachliche Korrektheit prüfen.
  • Klare Dokumentation: welches Tool, welcher Zweck, welcher Jahrgang.
  • Jedes Quartal Ampelliste und Tool-Freigaben aktualisieren.